Auf der Spur der Bäume

Die letzten Schneereste halten sich tapfer und wir lassen uns davon nicht abschrecken. Bei einer Exkursion in den Nationalpark Schwarzwald widmen wir uns dem Thema Bäume. Diesmal haben wir unsere Route dokumentiert:

Unsere Route beginnt am Nationalparkhaus und führt uns dann in den Wald.

Station 1: Nationalparkhaus

Angelika und Jörg erwarten uns bereits, sofort starten wir zum Waldklassenzimmer.

Station 2: Waldklassenzimmer

Wir ertasten Objekte, die mit unserem Thema zu tun haben. Einiges ist leicht erkannt, aber es gibt auch Überraschungen. So fühlt sich die Rinde der Birke erstaunlich glatt an, die Schuppen eines Fichtenzapfens sind durch die glatte Oberfläche besonders „schuppig“. Bei einem Holzscheit erfühlt man die Jahresringe.

Station 3: Ehemaliger Wirtschaftswald

Hier stehen immer noch viele Bäume eng beieinander, alle haben eine ähnliche Dicke und sehr alte Bäume fehlen. Man sieht aber auch, wie schnell sich der Wald verändert. Über den Winter sind zahlreiche Baumspitzen durch Schneebruch heruntergefallen. Auch Bäume wurden durch Stürme umgeworfen.

Hier stehen die Bäume noch in Reih und Glied. Am Boden liegen durch Schneebruch heruntergefallene Baumspitzen.

Station 4: Alleine durch den Wald

Nun beginnt der wilde Teil des Waldes. Wir gehen nicht als Gruppe hinein, sondern jeder für sich. 200 Meter lang sind wir auf uns alleine gestellt. Wir beobachten den nun viel chaotischeren Wald und hören in der Stille die vielen Vögel, welche jetzt aus dem Winterschlaf erwacht sind.

Der „wilde Wald“, teilweise liegen sogar noch Schneefelder, durch die wir uns alleine schlagen.

Station 5: Flechten als Liebesbeweis

Alle haben den Alleingang wohlbehalten überstanden. An dieser Station schauen wir uns die Bäume aus der Nähe an. Einige sind voller haariger Mitbewohner: Flechten, die tatsächlich eine Symbiose aus Algen und Pilzen sind. Davon gibt es unzählige Arten und sie wuchern regelrecht auf der Rinde und den Ästen der Nadelhölzer. Angelika verrät uns, dass man Flechten als Liebesbeweis verschenkt. Das muss man wissen, sonst könnte die Überraschung nach hinten los gehen…

Station 6: Bäume bestimmen.

Nun bestimmen wir mit Hilfe von Bilder-Puzzles, Infotexten und Fotos verschiedene Baumarten. Zu allen Arten finden sich die Originale um uns herum, sie zu finden fällt uns nicht allzu schwer. Angelika fordert uns auf, Fichtennadeln und Weißtannennadeln anhand eines Geschmackstests zu unterscheiden. Tatsächlich schmeckt die Weißtannennadel lecker nach Orange. Noch intensiver ist das Aroma, das aus den zerdrückten Samen der Weißtanne strömt. Unsere Finger sind ganz ölig von dem aromatischen Inhalt. Aber auch die unterschiedliche Form der Nadeln (spitz bei der Fichte, mit stumpfer „Doppelspitze“ bei der Weißtanne) und die andersartige Farbe (bei der Weißtanne auf der Unterseite mit zwei weißen Streifen) hilft, die Arten auseinanderzuhalten. Das gilt auch für die Zapfen (hängend bei der Fichte, stehen bei der Weißtanne, manchmal ist dort auch nur noch die Spindel übrig, wenn ein Eichhörnchen den Zapfen bereits leergefressen hat).

Eine Geheimschrift hilft, die richtige Baumart zu entschlüsseln.
Nadeln, Zapfen, Rinde, Holz – alles muss richtig zugeordnet werden.

Schließlich führt uns der Weg zurück zum Ausgangspunkt, wir verlassen den Nationalpark mit neuem Wissen und dem Duft der Weißtanne in der Nase.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.